server-1235959_1920

Homeserver : Einleitung

Ein Homeserver ist ein Computer der bestimmte Aufgaben ĂŒbernimmt, damit sind aber nicht Desktop Anwendungen gemeint. GrĂŒnde fĂŒr einen eigenen Homeserver gibt es viele, man möchte z.B. die Hoheit ĂŒber die eigenen Daten behalten und sich eine eigene Cloud ins Zimmer stellen. Oder auch die eigene Digitalisierte Serien & Filmsammlung soll innerhalb des Heimnetzwerkes bereitgestellt werden. Welche aufgaben auch immer der Server ĂŒbernimmt, Sparsam sollte er schon sein, sonst wĂ€chst die Stromrechnung ins unermessliche. Deswegen empfiehlt sich fĂŒr den 24/7 Betrieb keine gebrauchte Ă€ltere Serverhardware zu kaufen, sondern auf neue, aus KostengrĂŒnden auch Desktop Hardware zu setzen. NatĂŒrlich gibt es auch Sparsame gebraucht- Server Hardware die man einsetzen kann. Je nach Einsatzraum, ob jetzt Wohnzimmer oder KĂŒche, muss natĂŒrlich noch die LautstĂ€rke angepasst werden. Im Keller kann ein kleine Maschine ruhig mit einigen Turbinen rennen, im Wohnzimmer wĂ€re das allerdings etwas unangenehm. Also stellt man Anforderungen auf:

  • Stromsparend
  • Leise
  • GĂŒnstig (nicht billig)
  • Muss genĂŒgen „Platz“ fĂŒr den jeweiligen Anwendungszweck bereitstellen)
  • Virtualisierung ja oder nein

Die Passenden Teile sollte ganz nach Anwendungszweck rausgesucht werden: Ein reiner Speicherserver braucht keine Starke CPU aber dafĂŒr mehr Speicher, ein Streaming Server braucht auch viel Speicher aber auch eine Starke CPU ( Video Live Encoding). Ein Webserver, wie man ihn z.B. fĂŒr Owncloud oder Nextcloud benötigt kommt allgemein auch mit schwĂ€cherer Hardware klar.  Zudem sollte man auch immer die geforderten Spezifikationen (Requirements) der eingesetzten Software beachten. FĂŒr viele Software Pakete setzt man am besten eine Linux Distribution ein, natĂŒrlich die Server Version. Passend wĂ€ren Ubuntu , CentOS oder auch Raspian. Natprlich kann man auch UNRAID einsetzten, wie ich das tue. Dann muss man sich noch die Frage stellen ob man mehrere Programme nebeneinander oder Virtuell getrennt laufen lĂ€sst. Eine weitere frage ist die, nach der Sicherheit.

Virtualisierung

Wenn Virtualisiert werden soll also z.B. Vmware Esxi benutzt werden soll muss die CPU das auch unterstĂŒtzen. Bei Intel heisst die Technologie ganz einfach IntelÂź Virtualisierungstechnik. Ob ein Intel Prozessor das unterstĂŒtzt kann hier herausgefunden werden. Die Aktuellen AMD Ryzen Modelle unterstĂŒtzen alle AMDs Abwandlung AMD-V.

Backups

Welche Dienste der Server am Ende bereitstellen soll, meist ist die Datensicherheit wichtig. Auch wenn viele sagen: „der Server bekommt sooderso ein RAID, das ist sicher“ die irren. EIn Raid ist nĂ€hmlich natĂŒrlich noch lĂ€ngst kein vollwertiges Backup. Wenn das gesamte gerĂ€t beschĂ€digt wird, zB. durch einen Wasserschaden oder einen Brannt, hilft so ein Raid wenig. Deswegen sollte man in erwĂ€gung ziehen eine zweite Backup einheit, am besten an einem Physisch getrennten Ort aufzustellen. Oder als Alternative ein VerschlĂŒsseltes Backup auch einen der großen Cloud Anbieter Laden.

Standort

Auch der Standort ist ein wichtiger Punkt, der vor der Hardware Beschaffung geklĂ€rt werden sollte. Wie vorher schon genannt sollte so ein Server möglichst Leise sein, am besten noch passiv gekĂŒhlt. Wenn der Homeserver spĂ€ter im Keller steht können die LĂŒfter auch mal was lauter werden. Wichtig ist zudem noch eine Gute Anbindung an das eigene Homenetz. Wenn der Wunschstandort nicht via Kabel erschließbar ist, kann so ein Dlan Adapter helfen.

Wenn diese Punkte, und damit die gröbsten Anforderungen geklÀrt sind, geht es zur Hardwareauswahl.


⇒Homeserver auf Basis eines AMD Ryzen 5 2600 und UNRAID