Die Geschichte des Dyson-Elektroautos

Das Unternehmen wurde 1991 von James Dyson gegrĂŒndet und ist fĂŒr ihre Staubsauger und Ventilatoren WeltberĂŒhmt. Sie stehen fĂŒr QualitĂ€t und Design, das auch nicht ganz gĂŒnstig ist. Der GrĂŒnder gab 2017 bekannt das man bis Ende 2020 ein funktionsfĂ€higes Elektroauto an den Start bringen möchte. Am Projekt haben mehr als 400 Mitarbeiter gearbeitet, die Firma hat 2 Milliarden Pfund in das Projekt gesteckt. Im laufe der Zeit wurde das Team auf insgesamt 700 Mitarbeiter vergrĂ¶ĂŸert. Wie die Firma bekannt gab wurde das Projekt 2019 eingestampft. Warum wollte Dyson in den Fußstapfen des Elektroauto Pioniers Tesla treten und vorallendingen: Warum wurde das Projekt wieder eingestampft.

Wieso wollte James Dyson ein Elektroauto bauen?

Schon als Kind war ich immer entsetzt ĂŒber die schwarze Rauchwolke, die auf dem RĂŒcksitz von Fahrzeugen aufstieg.  In jĂŒngster Zeit sind Benzin- und Dieselmotoren rauchĂ€rmer geworden, auch weil die Partikel kleiner geworden sind; mit bloßem Auge sieht es zwar besser aus, aber sie sind immer noch nicht frei von gefĂ€hrlichen Gasen.  Dennoch wurden die Probleme mit Verbrennungsmotoren und Dieselabgaspartikeln von den traditionellen Automobilherstellern und Regierungen weiterhin ignoriert. Tesla begann, sich ernsthaft mit Elektroautos zu befassen [
] – james Dyson
James Dyson besuchte 1983, zu beginn der Entwicklung seiner Zyklon Technologie zur Abscheidung von Partikeln, eine Spin Out-Firma der UniversitĂ€t von Minnesota. Sie hatten einen aerodynamischen PartikelzĂ€hler entwickelt, denn Er brauchte, um die Wirksamkeit meiner Zyklone fĂŒr Partikel bis zu 0,01 Mikron zu messen.  WĂ€hrend des Besuchs zeigten sie ihm eine Kopie eines Berichts des US Bureau of Mines ĂŒber die Emission von Dieselpartikeln in US-Minen. Aus dem Bericht ging hervor, dass LabormĂ€use und -ratten Herzinfarkte, Krebs und andere schwerwiegende Gesundheitsprobleme erleiden, wenn sie den DieseldĂ€mpfen ausgesetzt sind. Als Ingenieure konnte Er das nicht ignorieren, also begann James Dyson mit der Entwicklung verschiedener Partikelfangmethoden unter Verwendung von Zyklonen und anderen neuartigen Technologien. Nach Jahren der Entwicklung verfĂŒgte Dyson ĂŒber eigene Technologien im Bereich der Elektromotoren und Akkus. So besinnt James Dyson sich auf das das alte Problem zurĂŒck und nahm ein Elektroauto in Angriff. Dieselgate hat alles verĂ€ndert. Weil alle Automobilhersteller keine andere Wahl hatten, als auf Elektrofahrzeuge umzusteigen – fast ĂŒber Nacht.  Elektroautos sind in der Herstellung erheblich teurer, und die Hersteller machen große Verluste beim Verkauf der einzelnen Autos.   Diese Verluste sind fĂŒr sie weniger wichtig, weil der Verkauf von Elektroautos es ihnen ermöglicht, diese mit dem Verkauf traditioneller Fahrzeuge, mit denen sie einen guten Gewinn erzielen, zu verrechnen. Als ein technologiebasiertes Auto – das von einem Nicht-Automobilhersteller entwickelt wird – haben wir erkannt, dass unser Auto plötzlich nicht mehr kommerziell lebensfĂ€hig ist. Es war eine schwierige Entscheidung, aufzuhören, denn Hunderte von Ingenieuren, Wissenschaftlern und Konstrukteuren hatten alles in das Projekt gesteckt, und es war eine große technische Leistung. Aber ich bereue es nicht, mit dem Programm begonnen zu haben. Wir haben viel gelernt, und Dyson hat von einem enormen Zustrom von Ingenieurtalenten aus der Automobilindustrie profitiert – es wurde schnell in anderen Bereichen unserer Forschung und Entwicklung angewandt.

Das Elektroauto von Dyson

Dyson entwickelte das Auto von Grund auf, die Firma verzichtete da drauf fertige Teile von anderen Herstellern einzusetzen. Das Auto wurde als Plattform designt. Die Karosserie kann verĂ€ndert werden, wĂ€hrend das Fahrgestell das gleiche bleibt. Das erste Modell war ein SUV. WĂ€hrend der Schnellen fahrt drĂŒckt sich das Auto selbst nach unten um weniger Luftwiederstand zu bieten und einen besseren Boden Kontakt zu haben.
Als ich unser Auto zum ersten Mal fuhr, fĂŒhlte ich mich genauso, wie als ich unseren Föhn-Prototypen oder den Staubsauger zum ersten Mal benutzte – es hat mir Spaß gemacht, aber es hat mich nicht ĂŒberrascht, tatsĂ€chlich haben wir sofort nach Verbesserungen gesucht! Wenn man an der Gestaltung und Entwicklung jedes kleinen Details eines Produkts beteiligt ist, nimmt es einem die Überraschung, es zum ersten Mal zu sehen oder zu benutzen. – James Dyson
Das Auto ist exakt fĂŒnf Meter lang, mit dicken Reifen und großer Bodenfreiheit. Das wird durch die Tatsache begĂŒnstigt, dass der Unterboden vollkommen flach ist. Die RĂ€der sind eigentlich einer der interessantesten Aspekte; aufgrund ihrer GrĂ¶ĂŸe hat man einen geringeren Rollwiderstand und man kann leichter auf Unebenheiten und Schlaglöchern fahren – es ist genau das Gegenteil eines Minis. Die RĂ€der befinden sich genau in den Kurven, und ich glaube nicht, dass Sie ein anderes Auto finden werden, dessen HinterrĂ€der so weit hinten liegen. Die Platzierung und GrĂ¶ĂŸe der RĂ€der brachten einige unerwartete Vorteile in Bezug auf Komfort und Straßenlage.

Motor und Batterie

Aufbauend auf Dysons jahrelangen Erfahrung mit der Dyson Digital Motor Technologie wurde eine maßgeschneiderte, integrierte und hocheffiziente elektrische Antriebseinheit (EDU) entwickelt, die aus einem digitalen Dyson Elektromotor, einem Single Speed Getriebe und einem hochmodernen Wechselrichter besteht.  Diese kompakten und leichten Einheiten wurden auf Hilfsrahmen an der Vorder- und RĂŒckseite des Fahrzeugs montiert. Die hochkapazitive Batterie-Pack-Baugruppe wurde als integraler Bestandteil der Karosseriestruktur entwickelt, um sowohl das Gewicht als auch den fĂŒr die Insassen verfĂŒgbaren Raum in der Kabine zu optimieren und gleichzeitig die erforderliche Steifigkeit und den Aufprallschutz zu gewĂ€hrleisten.   Das GehĂ€use des Aluminium-Batteriepakets wurde flexibel gestaltet, so dass wĂ€hrend der gesamten Lebensdauer der Fahrzeugplattform eine Vielzahl möglicher GrĂ¶ĂŸen und Typen von Batteriezellenlösungen eingebaut werden können, ohne dass eine wesentliche Umgestaltung erforderlich ist.

Verkleidung & Interieur

Das Auto hat drei Sitzreihen, in denen sieben Erwachsene bequem sitzen können. Es wird auf den klassischen Autositzt verzichtet. Stattdessen kommt ein eigenentwickeltes Design zu Einsatz, dass ĂŒber eine angemessene LendenwirbelstĂŒtze verfĂŒgt. Auch die Dyson Filtertechnologie kommt in dem Auto zum Einsatz. Alle Bedienelemente befinden sich am Lenkrad. Leider wurde das Projekt beendet. Mit diesen Ideen hĂ€tte man bestimmt ein qualitatives Elektroauto entwickeln können. Vielleicht wĂ€re es sinnvoll mit Tesla zusammen zu arbeiten. Dyson hat ein Video veröffentlicht, das die ENtwicklung noch einmal schön zusammenfasst: